Sounds of Heimat

Kongress zu den 8. Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt

9. und 10. Oktober 2015, Puschkinhaus Halle (Saale)

Der Kongress der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt ermöglicht jedes Jahr ein Zusammentreffen von Filmkomponisten, Produzenten, Regisseuren, Tonmeistern, Sounddesignern dem Branchennachwuchs und interessiertem Publikum.
In Vorträgen werden Aspekte der Filmmusik genauer betrachtet und die Werkstattgespräche ermöglichen einen genauen Einblick in die Arbeit von Filmmusikkomponisten oder Regisseuren.
Getreu dem Veranstaltungsmotto widmet sich der Kongress in diesem Jahr unter anderem den vielfältigen Auswirkungen des Faktors Heimat auf den Schaffensprozess der Filmkomponisten.

Unter der Federführung von Prof. Dr. Georg Maas (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), haben bereits einige Gäste ihr Kommen zugesagt. Wir freuen uns auf einen Workshop unter der Leitung von Sebastian Mönch (Steinberg Media Technologies), auf Vorträge u.a. von Prof. Dr. Hans Jürgen Wulff (Film- und Medienwissenschaftler, Christian-Albrechts-Universität Kiel) und Prof. Dr. Werner C. Barg (Autor, Produzent, Film- und Medienwissenschaftler, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).

Programm*

Freitag, 9.10.2015
ab 8.30 Akkreditierung
9.00-10.00 Begrüßung (Mike Riemenschneider, Markus Steffen)
Sounds of Heimat – Einführung in das Kongressthema (Prof. Dr. Georg Maas)
10.00-10.30 Kaffeepause / Networking
10.30-11.30 Hans Jürgen Wulff: Heimat, Deine Schlager! Vom Wandel der U-Musiken in den Fünfzigern (Moderation: Georg Maas)
11.30-13.00 „Sounds of Video“ – Steinberg-Workshop (Sebastian Mönch)
Herausforderungen Komponieren für Video & Games Historische Entwicklung des Klangs in Computer- und Videospielen, Übersicht über die Arbeitsweise und mögliche Teamzusammensetzung, Technische Voraussetzungen und Einschränkungen, Konkreter Arbeitsablauf: Von der Produktion zur Implementierung, Praxisbeispiel Sounddesign und Musikkomposition
10.00-13.00 Orchesterseminar Robin Hoffmann I (Parallelveranstaltung! Separate Anmeldung!)
Einführung in die Welt der Orchesterinstrumente und Ihre Verwendung im Kontext Filmmusik. Wenn virtuelle Instrumente auf einen reales Orchester treffen 
13.00-14.00 Mittagspause / Networking
14.00-17.00 Orchesterseminar Robin Hoffmann II (Parallelveranstaltung! Separate Anmeldung!)
Einführung in Sibelius. Wichtige Grundlagen der Notationssoftware, wertvolle Tipps im Hinblick auf Orchesterproduktionen 
14.00-16.00 „Sounds of Cards“ CARTE BLANCHE für Jeff Beal
Jeff Beal, mehrfacher Emmy-Preisträger, Komponist und Jazztrompeter aus den USA gibt einen Einblick in sein Schaffen. Der Workshop reflektiert dabei zahlreiche Praxisberichte – neben der aktuellen Arbeit zur 4. Staffel von House of Cards. Das Allroundtalent arrangiert, orchestriert und mixt zumeist seine Kompositionen selbst, denen dadurch ein ganz persönlicher Charakter innewohnt.
16.00-16.15 kurze Kaffeepause
16.15-17.00 Philipp Kümpel & Andreas Moisa: „Sounds of Krimi“ - Komponieren für TV am Beispiel SOKO Leipzig, mehr als ein Heimatkrimi
ab 19.00 Verleihung des Deutschen Filmmusikpreises 2015


 
Samstag, 10.10.2015
ab 9.00 Snacks & Coffee
9.30 Begrüßung (Mike Riemenschneider, Markus Steffen)
09.30-12.30 Orchesterseminar Robin Hoffmann III (Parallelveranstaltung! Separate Anmeldung!)
Partituren und Orchestermaterial selbst erstellen; Seminar von der MIDI Komposition zu gedruckten Noten für das beste Live-Ergebnis 
9.30-11.00 The Composers‘ Room, Moderation: Uwe Golz
Teilnehmer: Jochen Schmidt-Hambrock, Matthias Hornschuh, Tina Pepper, Johannes Hildebrand, Anselm Kreuzer
11.15-11.45 Masaru Yokoyama: ,,Sounds of Japan" Einblicke in die japanische Filmmusik
11.45-12.45 Werner Barg: Heimat von Edgar Reitz – Musik und Deutsche Geschichte (Moderation und Einleitung von Georg Maas)
12.45-13.45 Mittagspause / Networking
13.45-14.45 Michael Beckmann / Hubert Bartholomae: Fack ju Göhte 2 – Wenn „Heimat“ auf Wirklichkeit trifft. Einblick in die Musikgestaltung eines deutschen Kult-Hits
14.45-15.45 Martin Todsharow: Quellen des Lebens – Jud Süß – Es lebe der Punk – und andere Produktionsberichte
15.45-16.15 Ausklang Kaffeepause / Networking
19.30 Galakonzert in der OPER Halle


  
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Reguläre Tickets:

Kombi Ticket – (139,00 € / Studenten 69,00 € - jeweils zzgl. 7% Mehrwertsteuer)

das Kombiticket umfasst:
Kongressteilnahme, Kongressmaterialien und Tagesverpflegung
(09. – 10.10.2015, Puschkinhaus, Kardinal-Albrecht-Str. 6, 06108 Halle),
Verleihung DEUTSCHER FILMMUSIKPREIS (09.10.2015, Steintor-Varieté Halle, Am Steintor 10, 06112 Halle),
Galakonzert (10.10.2015, Opernhaus Halle, Universitätsring 24, 06108 Halle)

Kongressticket – (99,00 € / Studenten 39,00 € - jeweils zzgl. 7% Mehrwertsteuer)

das Kongressticket umfasst:
Kongressteilnahme, Kongressmaterialien und Tagesverpflegung
(09. – 10.10.2015, Puschkinhaus, Kardinal-Albrecht-Str. 6, 06108 Halle)

Referenten

Jeff Beal ist ein US-amerikanischer Komponist und Jazz-Trompeter. Geboren und aufgewachsen in San Francisco Bay Area, kam Beal über seine Großmutter, eine Pianistin für Stummfilme, schon sehr früh in Berührung mit Musik. Seine Großmutter war ein großer Fan von Jazzmusik und gab ihm Musik von Miles Davis und Gil Evans, als er begann Trompete zu lernen. Er promovierte an der Eastman School of Music (New York). Bis heute steht er der Universität als Mentor und Gastdozent zur Verfügung und ermutigt junge Komponisten zu ihrer Arbeit.

Seine Arbeit ist reich an Verständnis für Rhythmus und Spontanität. Steven Schneider, Journalist für die New York Times schrieb einmal: „Der Reichtum an Beal’s musikalischem Denken: seine Kompositionen fangen häufig die Lebendigkeit und Unberechenbarkeit der besten Improvisationen ein.“

Jeff Beals vielschichtige Musik hebt sich von anderen Filmmusikkompositionen ab und er erhielt bereits viel Anerkennung für seine Arbeiten. Für den Score und die Titelmusik des Netflix Dramas House of Cards, wurde Beal bereits drei Mal für Emmy Award in der Sparte Prime Time nominiert. Insgesamt wurde Jeff Beal 13 Mal für den Emmy Prime Time Award nominiert und hat drei Auszeichnungen gewonnen.

Beal komponierte außerdem unter anderem für den Dokumentarfilm Die Königin von Versailles, der 2012 das Sundance Film Festival eröffnete. Desweiteren schrieb er die Musik für den Film Pollock von Ed Harris und schrieb den Score und die Titelmusik der 1. Staffel der Detektivserie Monk.
Werner C. Barg, Dr. phil., Autor, Produzent, Filmjournalist und Regisseur von Film- und Videoproduktionen. Barg ist aktuell Vertretungsprofessor für audiovisuelle Medien am Department Medien- und Kommunikationswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Film- und Medientheorie; Medienanalyse: u.a. Analyse konventioneller und innovativer TV-Formate (Fernsehserie, Hybride Formate, Doku-Drama); Kinder- und Jugendfilm; Jugendkultur und Mainstreamkino; Wissensvermittlung durch Medien Barg war 20 Jahre in der theoretischen wie praktischen Filmausbildung an deutschen Hochschulen tätig - zuletzt von 1998 bis 2007 Studienleiter der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Seit 2007 ist Werner C. Barg wieder als freier Autor und Produzent für TV und Kino tätig. Als dramaturgischer Berater arbeitete Dr. Barg u.a. für das BKM; zudem war er Chefdramaturg und Berater Szenische Dramaturgie für die 1. Staffel der ZDF-Doku-Fiktion-Serie „Die Deutschen“ (2008), für die er auch als Ko-Autor zweier Folgen verantwortlich zeichnete. Weitere Drehbücher, u.a: „Der Acker, die Hölle“ (mit Thomas Plöger, Debüt-Drehbuchpreis von MSH, NDR & Rowohlt 1997), „Unter Verdacht: Wespennest“ (2007), „Die Odyssee der Kinder“ (Co-Autor, Co-Regie, 2008), „Küstenwache: Die Bernsteinhexe“ (mit Andreas Dirr, 2011). 2011 gründeten Werner C. Barg und die Opal Filmproduktion GmbH (Alexander von Hohenthal) gemeinsam die herzfeld productions zur Produktion von Kinofilmen, aber auch von Dokumentationen und historischen Doku-Drama-Formaten. Mittlerweile unterhält herzfeld/OPAL auch eine Dépandance im MMZ in Halle.
Hubert Bartholomae begann seine Arbeit beim Film 1981 während des Elektrotechnik Studiums mit Spezialeffekten, Modellbau, Sound und schließlich auch Musik für Roland Emmerich’s erste Projekte in Deutschland. Nach der Gründung der Trickfirma Magicon etablierte er 1989 mit dem eigenen Studio Solid Sound in der Tonbearbeitung und Mischung von Kinofilmen sein heutiges Betätigungsfeld. Seither ist dort die Klangwelt von effektlastigen Filmen wie den ersten beiden "Werner"-Comics oder "The 13th Floor" entstanden,  wie auch sehr subtile Arbeiten, etwa Maria Schraders "Liebesleben" oder "Der neunte Tag" von Volker Schlöndorff, der 2006 für den deutschen Filmpreis nominiert war. Die Nominierung für Roland Emmerich's "Anonymous" und Tim Fehlbaum's "Hell" 2012 brachte ihm dann auch eine Lola für die beste Tongestaltung zu "Anonymous" ein.
Bora Dagtekins Komödien "Türkisch für Anfänger" und „Fack ju Göhte“ 1 und 2 zählen da sicher nicht zum ruhigeren Fach, und bringen neben weit über 10 Millionen Zuschauern auch ihre ganz speziellen Herausforderungen für den Ton mit sich.
Michael Beckmann, genannt BECKMANN wurde 1961 in Heggen/Sauerland geboren und arbeitet als Musiker, Musikproduzent und Music Supervisor und nicht zuletzt als Filmkomponist.

1983 studierte er zunächst Publizistik, Musikwissenschaften, und Wirtschaftswissenschaften an der FU Berlin. 1988 und 1989 erreichte er mit der Kultband RAINBIRDS Platin- bzw. Goldstatus. 1988 erhielten RAINBIRDS den Deutschen Schallplattenpreis BEROLINA, den Vorgänger des ECHO. Kurz darauf begann auch die Kompositionsarbeit damals bereits für die Werbewirtschaft. Bald darauf folgten erste Arbeiten fürs Fernsehen (DIE WOCHENSHOW, CHARLOTTE ROCHE TRIFFT…).

Ab 1999 arbeitet Beckmann zunehmend auch für das Kino. „VERGISS AMERIKA, ENGEL+JOE oder später DANCING WITH MIYSELF seien hier stellvertretend erwähnt. Seit 2005 arbeitet er als Musikberater beim Deutschen und Europäischen Filmpreis und wurde ein Jahr später Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Seit 2008 engagiert er sich als Musical Director beim FIRST STEPS AWARD. Mit der Musik zu Kinofilmen wie TÜRKSICH FÜR ANFÄNGER (erfolgreichster deutscher Film 2012) oder FACK JU GÖHTE (erfolgreichster deutscher Film 2013) gehört Beckmann zu den erfolgreichsten deutschen Filmkomponisten. Neben der Kompositionsarbeit schlägt das Herz des Musikers nach wie vor für die Bühne. Als Bassist, Gitarrist und Keyboarder ist Beckmann in unterschiedlichen Formationen aktiv (PLAN B , Familie Suurbier , MR+MRS CLEANS WEDDING ORCHESTRA und natürlich AKADEMIX).
Prof. Dr. Georg Maas ist seit 1995 Professor für Musikpädagogik am Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Film und Musik, die empirische Unterrichtsforschung, Didaktik der Pop- und Rockmusik sowie Didaktik des Musiktheaters. Er studierte an der Musikhochschule Detmold (Schulmusik, Erziehungswissenschaften) und der Universität Paderborn (Germanistik). Nach seiner Promotion und Habilitation arbeitete er als wissenschaftlicher Oberassistent an der Universität Paderborn. Georg Maas publizierte zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Symbiose von Film und Musik und hält Vorträge sowie Lehrerfortbildungsveranstaltungen im gesamten Bundesgebiet u. a. zum Thema Filmmusik. Neben seiner akademischen Arbeit ist Georg Maas Mitglied in zahlreichen musikpädagogischen Vereinen und produzierte u. a. die Musik für eine Multivisionsschau der Universität Paderborn. Er ist selbst musikalisch aktiv als Konzertmeister des Orchesters der Medizinischen Fakultät der Universität. Seit der ersten Stunde ist er zuständig für die wissenschaftlichen Inhalte der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt.
Hans J. Wulff, geb. 1951, Professor für Medienwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Dr. phil., Film- und Fernsehwissenschaftler.

Nach dem Studium war Wulff acht Jahre in der kommunalen Kinoarbeit tätig.  Er arbeitete als wissenschaftlicher Rat zunächst im Studiengang Publizistik, dann in der Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Hans J. Wulff hat eine Ausbildung als Linguist, Pädagoge und Philosoph. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu semiotischen, filmtheoretischen und fernsehwissenschaftlichen Fragen, darunter diverse bibliographische Arbeiten. Außerdem ist er Mitherausgeber der "Montage/AV" und verantwortlicher Redakteur eines Online-Sachlexikons des Films (2002ff). Darüber hinaus zählt Wulff als Initiator eines Portals zur Filmmusikforschung.
Jochen Schmidt-Hambrock wurde 1955 geboren. Er studierte Kontrabass an der Musikhochschule Köln. Bis 1995 war er Bassist für Jazz und Neue Musik in zahlreichen Ensembles - zuletzt bei Klaus Doldinger’s Gruppe PASSPORT. Schmidt-Hambrock ist als Komponist von weit über hundert Filmmusiken (u.a. für die Oscar prämierten/nominierten Filme NIRGENDWO IN AFRIKA und JENSEITS DER STILLE) bekannt. Zugleich ist machte er sich als Filmemacher und international ausgezeichneter Regisseur und Drehbuchautor einen Namen. 2010 erhielt er für zwei seiner Kurzfilme (ZU VIELE MUSEN  und FRAUEN, JAZZ UND SCHUHE ) auf dem Park City Filmfestival sowohl den Jury Preis in Gold als auch den Audience Award. 2013 arbeitete er zudem als Kameramann für die BR-Dokumention IM OLYMP DER KUNST.
Johannes K. Hildebrandt wurde 1968 in Quedlinburg geboren, wuchs in Zeitz auf und studierte von 1989-1998 an der HfM in Weimar Komposition, Tonsatz und Klavier. Er war Mitbegründer und Vorsitzender des Deutschen Komponistenverbandes in Thüringen (1998-2007), mehrere Jahre Delegierter im Wertungsausschuss E der GEMA und ist seit 2007 Mitglied des Bundesvorstandes des Deutschen Komponistenverbandes. Seit 1999 ist er Vorsitzender des via nova e.V. und künstlerischer Leiter der Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik, seit 2005 im Kuratorium der Kulturstiftung Thüringen und seit 2007 Mitglied im Bundesfachausschuss Neue Musik des Deutschen Musikrates.

Hildebrandt erhielt mehrfach Stipendien der Stiftung Kulturfonds und ist Preisträger verschiedener Kompositionswettbewerbe. Bisher liegen mehr als 70 Kompositionen (Orchestermusik, Konzerte, Kammermusik, Chormusik, Filmmusik) vor, die in Europa und den USA aufgeführt wurden. Er lebt als freischaffender Komponist in Weimar.
Anselm Kreuzer begann im Alter von 9 Jahren das Cellospielen und entdeckte mit 12 Jahren das Komponieren als seine große Leidenschaft.In Köln studierte er Musik- und Medienwissenschaften mit Promotions-Abschluss im Themengebiet Filmmusik und erhielt schon während seines Studiums etliche Kompositionsaufträge für Rundfunk und Fernsehen. Er zählt zu den ausgewiesenen Spezialisten für TV-Titelmusiken, Serien- und Filmmusik sowie Werbemusik und er hat ein Oeuvre von mittlerweile über tausend Produktionsmusik-Titeln geschaffen, die international sehr großen Erfolg haben. Zu vielen Magazin- und Nachrichtensendungen hat er die Titelmusiken komponiert, etwa für „Weltreisen“ (ARD), "Check Eins - Neuneinhalb" (ARD), „Die Chefin“ (ZDF), „Lebensläufe“ (MDR), „Sachsenspiegel" (MDR), ZIBB (RBB), „RBB UM4“ (RBB, aktuell angelaufen). Für Fernsehserien wie „Küstenwache“ und „Kripo Holstein - Mord und Meer“ (ZDF) schrieb er dramaturgische Filmmusik. Auch in Werbespots ist seine Musik zu hören. Ob mit Sinfonieorchester oder mit elektronischen Mitteln – Anselm Kreuzer hat ein leidenschaftliches Faible für emotionale, erzählerische und häufig mit eingängigen Themen glänzende Musik, die mit den Bildern und Geschichten verschmilzt. Sein Know How gibt Kreuzer regelmäßig als Gastdozent an verschiedenen Hochschulen weiter. Auch engagiert er sich als Arbeitskreisleiter im Branchenverband Eyes & Ears of Europe sowie als Vorstandsmitglied des Composers Club.

Mehr Informationen zu seiner Person gibt es unter www.anselmkreuzer.de
Martin Todsharow, geboren 1967 in Berlin, studierte von 1989-1994 an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin mit den Schwerpunktfächern Klavier und Kontrapunkt/Komposition. Seit 1991 komponiert er für die Bühne und war im Jahr 1993 mit einem Auslandsstipendium des DAAD in Großbritannien. In den Jahren 1994-1996 arbeitet er als Instrumentalist im E- und U-Musikbereich. Seit 1997 ist Martin als professioneller Filmkomponist, Music Supervisor und Gastdozent an den Film-Akademien/Hochschulen in Ludwigsburg, der DFFB in Berlin sowie als Professor an der HFF "Konrad Wolff" in Babelsberg tätig. Er hat bereits mit Regisseuren wie Oskar Roehler (Tod den Hippies - Es Lebe Der Punk, Elementarteilchen, u.a.), Til Schweiger (Honig im Kopf, Schutzengel, u.a.), Soenke Wortmann (Frau Mueller muss weg, Schossgebete, u.a.), Sherry Hormann (3096 Tage, Wuestenblume, u.a.), Matthias Schweighoefer (Vaterfreuden, Schlussmacher, u.a.) und vielen anderen zusammengearbeitet.
Masaru Yokoyama, wurde in Japan geboren und lernte bereits im Alter von drei Jahren Klavier spielen. Wenige Jahre später begann er mit der Komposition erster Musikstücke. Er studierte Komposition am Kunitachi College of Music und begann im Anschluss als professioneller Komponist zu arbeiten. Er komponiert und arrangiert hauptsächlich Film- und Serienmusik, wie aktuell für den japanischen Animationsfilm The Anthem of the Heart (2015) und die Animeserie Mobile Suit Gundam: Iron-Blooded Orphans (2015). Neben seiner Arbeit für Film und Fernsehen arbeitet Yokoyama regelmäßig mit zahlreichen Künstlern der Musikszene zusammen.
Matthias Hornschuh lebt und arbeitet als Komponist für Film, TV und Radio in Köln.Er komponiert für Medien- und Theaterproduktionen, stattet Freizeitparks mit Musik aus, schreibt und produziert Songs und befasst sich als Autor, Regisseur und freier Produzent mit Akustischer Kunst, Fußballbewegungsforschung und Kulturvermittlung.
Der studierte Musikwissenschaftler unterrichtet regelmäßig an verschiedenen Hochschulen und lotet mit seinen Texten den Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Praxis aus.
Gründer und Vorsitzender des Berufsverbands mediamusic e.V., Mitbegründer und Programmleiter SoundTrack_Cologne, Mitbegründer des Medienmusik-Labels Media Recordings intl. (August 2014). Vorstandsmitglied Kulturrat NRW, Stv. Leiter der AG "Musik in Beruf und Medien" im Landesmusikrat NRW, stv. Mitglied der Landesmedienkommssion NRW, Jurymitglied Deutscher Hörbuchpreis. Moderator, Kurator, Speaker, Dozent und Impulsgeber auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. 2015 initiierte Hornschuh den Think Tank für die Kultur des Digitalen "Martial Arts - Auswege aus dem Copyright War".
Filme und Hörspiele mit Hornschuh-Musik waren auf fast allen großen internationalen Festivals zu hören und haben rund 100 Auszeichnungen erhalten.
Andreas Moisa (links) spielte in seiner Heimat, dem Ruhrgebiet erst Orgel und entdeckte mit der Gitarre die Welt des Soul, Funk und Jazz. 1997 zog er nach Leipzig, um an der Hochschule für Musik und Theater Jazz und Popularmusik im Hauptfach Gitarre zu studieren. Unterricht in Arrangement und Orchestration für Bigband und Orchester und seine Abschlussarbeit zum Diplom-Musikpädagogen über die verschiedenen musikalischen Ansätze in der Filmmusik verfestigten seinen Wusch, Filmkomponist zu werden. Andreas Moisa ist Gitarrist mit langjähriger Bühnenerfahrung in diversen Bands zwischen Soul, Rock und Jazz und stand mit Künstlern wie Lionel Richie, Elton John, Clueso oder Yvonne Catterfeld auf der Bühne. Seit 2008 ist Andreas Moisa als Autor des Musikmagazins KEYS tätig. Für die Fachzeitschrift testet er als Experte Samplelibrarys, schreibt über Techniken der Filmmusik-Produktion und führt Interviews mit Kollegen wie Hans Zimmer, Ramin Djawadi, Sean Callery oder Fabian Römer.

Philipp E. Kümpel (rechts) hat klassische Musik an der Hochschule für Musik Saar im Hauptfach Kontrabass in Saarbrücken studiert. Danach war er acht Jahre lang als Kontrabassist tätig, hat mit Dirigenten wie Prof. Justus Franz, Mistislaw Rostropowich und Valeri Gergiev gespielt. Als Komponist für Theatermusiken wurde Philipp mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem “Kunst und Kulturpreis 2001´´ der Stadt Zeitz. Sein Wissen gibt Philipp gern an den Nachwuchs weiter: Als Dozent für Filmmusik an Musikhochschule Leipzig, sowie der SAE Leipzig und als Autor des Buches Filmmusik in der Praxis, erschienen im PPV Medien Verlag. Neben seiner Tätigkeit als Komponist surft der geborene Stader für das „filmscoring.de“-Team bei der Deutschen Windsurfmeisterschaft mit.
Sebastian Mönch wurde 1980 in Eisenach geboren. Nach dem abgeschlossenen Studium zum B.A. (honours) Recording Arts an der SAE München spezialisierte er sich im Masterstudium am Erich-Thienhaus-Institut Detmold, der Fachhochschule Lippe und Höxter in Lemgo, sowie der Aalborg Universitet Esbjerg auf die Gebiete Musikproduktion, Filmton und interaktive Musik. Seit 2009 ist er hauptberuflich für einen der führenden Hersteller von Musiksoftware und -hardware, die Steinberg Media Technologies GmbH aus Hamburg, tätig, mittlerweile als Senior Product Specialist International. Sebastian Mönch hat mehrere Jahre Praxiserfahrung im Bereich Sounddesign und Musikproduktion für Computerspiele und unterrichtet dieses Thema unter anderem als Dozent an der SAE Hamburg. Außerdem ist Mönch Mitglied im Verband Deutscher Tonmeister.
Tina Pepper entdeckte ihre Begeisterung für Filmmusik während ihres dreijährigen Bachelorstudiums am Liverpool Institute for Performing Arts (LIPA). Nach erfolgreichem Studienabschluss in Liverpool folgte ein Masterstudium in ‘Digital Media’ an der Universität Bremen, wo sie sich besonders mit der Wirkung von Musik in verschiedenen Medien befasste. Im Anschluss an das abgeschlossene Masterstudium nahm sie eine Stelle als Komponistin für Werbemusik in Berlin an und komponierte in den Jahren von 2005 bis 2007 u.a. Musik für Werbespots und Imagefilme bekannter Marken wie Mercedes, Saturn, Audi und Hornbach.
Ihre Liebe zur Filmmusik brachte sie schließlich erneut zurück zum Studium, diesmal an der HFF “Konrad Wolf” in Potsdam-Babelsberg, welches sie 2013 mit einem Master’s Degree in Filmmusik abschloss. Schon während des Studiums komponierte sie u.a. Musik für den mehrfach ausgezeichneten Film “Kriegerin” von David Wnendt. Seit 2012 arbeitet sie zudem regelmäßig mit dem Filmkomponisten Mario Grigorov (Precious, Tarzan), mit dem sie die Musik zu dem Hollywood-Film “Dracula: The Dark Prince” mit Jon Voight komponierte. Zuletzt schrieb sie zusammen mit Arne Schumann, Josef Bach und Tobias Wagner die Filmmusik zu Matthias Schweighöfers Film „Der Nanny“.
Uwe Golz wurde 1952 in Berlin geboren. An der FU studierte er vergleichende und historische Musikwissenschaft, Psychologie und vergleichenden Literaturwissenschaft sowie am Trinity College Dublin und School of Scottish Studies (University of Edinburgh). Seit 1977 ist er als freier Mitarbeiter als Moderator, Autor, Produzent und Redakteur beim RIAS Berlin, später dann Deutschlandradio Berlin und heute Deutschlandradio Kultur tätig Zwischenzeitlich arbeitete als Redakteur im Bereich Medien und Reise bei der „Berliner Morgenpost“ und beim Magazin „Auto / Der Straßenverkehr“. Seit 1995 führt er ein eigenes Redaktionsbüro (hin.fort) mit dem Schwerpunkt Musik (frei nach Duke Ellington: „Es gibt gut und schlechte Musik, mich interessiert nur die gute“) und Film.

Beim Kongress der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt moderiert Golz The Composers‘ Room.
  • „Die Filmmusiktage Sachsen-Anhalt stellen in voller Breite dar, was Filmmusik sein kann und das ist wunderbar.“
    Peter Moormann (Juniorprofessor für „Medienästhetik mit dem Schwerpunkt Musik“ an der Universität zu Köln), zu Gast bei den Filmmusiktagen 2013.
  • „Für Sachsen-Anhalt ist diese Veranstaltung auch deswegen sehr wichtig, weil sie beispielsweise Interesse an den Filmproduktionen weckt, die hier entstanden sind.“
    Prof. Dr. Georg Maas (Prof. für Musikpädagogik Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), seit sieben Jahren zuständig für die wissenschaftlichen Inhalte der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt.
  • „Die Filmmusiktage sind super, weil sie einfach mal den Fokus auch auf die Komponisten legen, die so oft im stillen Kämmerlein arbeiten.“
    Johannes Repka (Gitarrist und Filmmusikkomponist), zu Gast bei den Filmmusiktagen 2013.
  • „So etwas wie die Filmmusiktage muss es geben und es muss unbedingt in die Welt getragen werden. Das bisschen andere, das findet man hier. Und das finde ich schön.“
    Olaf Mehl (Soundsupervisor, Mischtonmeister), zu Gast bei den Filmmusiktagen 2013.
  • „Das finde ich an den Filmmusiktagen spannend, dass auch noch der Kontakt zur Wissenschaft bleibt, den andere vergleichbare Veranstaltungen nicht haben.“
    David Serong (Chefredakteur von Cinema Musica), zu Gast bei den Filmmusiktagen 2013.
  • „Es ist schön, aus dem Nähkästchen zu plaudern, über aktuelle Projekte, darüber zu sprechen wie die Musik enstanden ist und dann auch noch beim Galakonzert mit dem Orchester zwei, drei Stücke performen zu dürfen. Das ist für den Musiker natürlich noch mal eine Belohnung.“
    Mousse T. (Produzent und DJ), zu Gast bei den Filmmusiktagen 2012.
  • „Es ist sehr wichtig, dass es eine Plattform wie die Filmmusiktage gibt, die Filmmusikkomponisten wichtig nimmt und wo sie sich austauschen können. Das macht ein Spotlight auf eine völlig unterschätzte Seite des Filmemachens.“
    Philipp Stölzl (Regisseur), zu Gast bei den Filmmusiktagen 2014
  • „Es werden viele verschiedene Facetten vom Thema Filmmusik ausgeleuchtet. Das ist ein gutes Zusammentreffen von Filmkomponisten, Praktikern, Leuten die das theoretisch studieren, angehenden Filmkomponisten und eben Filmemachern. Das ist klasse.“
    Georg Maas (Regisseur), zu Gast bei den Filmmusiktagen 2014
  • „Die Filmmusiktage bedeuten mir sehr viel, denn sie bieten Komponisten eine wunderbare Gelegenheit sich zu treffen und auszutauschen. Die Filmmusiktage sind eine weitere Gelegenheit den Bekanntheitsgrad von Filmmusikkomponisten zu steigern.“
    Patrick Doyle (Komponist), zu Gast bei den Filmmusiktagen 2014