Künstler Galakonzert
29. Oktober 2011, 19:30 Uhr OPER Halle 

 

Special Guest: MISIA - Königin des Fado
Programm: Påixao (Leidenschaft)

 

MISIA  Hörprobe "Indifferentemente" (Film "Passione", J. Turturro)


Der diesjährige solistische Gast der Filmmusiktage ist die portugiesische Sängerin Mísia, die international den Fado, die Musik Portugals auf die größten Bühnen der Welt gebracht hat.

 

Fado bedeutet Schicksal und handelt meist von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen, der Sehnsucht (saudade) nach vergangenen und besseren Zeiten. Mísia gilt als herausragende Interpretin des modernen Fados und als dessen Erneuerin, in dem sie den traditionellen Fado einem ästhetischen Lifting in Inhalt und Form unterzogen hat. Ihr solistischer Beitrag für die 4. Filmmusiktage steht unter dem Motto Påixao - Leidenschaft.

 

Mísia wurde in Porto, der Heimat des Fado, geboren. Dort verbringt sie ihre Kindheit und Jugend und singt zum ersten Mal in einer "Casa de Fado" vor einem kleinen Publikum. Als junge Frau lässt sie sich in Barcelona nieder und beginnt eine Karriere in den Cabarets des "Paralelo" (des catalanischen Broadways). Später zieht Mísia nach Madrid, wo die ersten ernsthaften Shows entstehen. Dort entwickelt sie auch ihren Pagenschnitt, den geometrischen Pony und ihre Kunstfigur. Sie legt sich ein großes Repertoire an Schlagern zu, um sie monatelang im Fernsehen vorzuführen.

Nachdem sie vieles ausprobiert hat, entscheidet sich Mísia in ihr Geburtsland zurückzukehren. Sie zieht nach Lissabon um den "Fado" zu singen und das Genre zu erneuern. Sie studiert das Repertoire des traditionellen Fados und beauftragt Dichter neue literarische Texte zu schreiben. Zur klassischen Fado-Besetzung holt sie die Violine und das Akkordeon hinzu.

Der erste Erfolg stellt sich im Ausland ein, vor allem in Spanien und Japan, später in Frankreich und Deutschland und schließlich in der ganzen Welt. Die ersten CDs werden enthusiastisch gefeiert. 2011 wird ihr die französische Auszeichnung "Orden der Künste und der Literatur (Offizier)" verliehen. 

 

Mísias Diskographie:

Mísia (1991), Fado (1993), Tanto Menos Tanto Mais (1995), Garras Dos Sentidos (1998), Paixões Diagonais (1999), Ritual (2001), Canto (2003), Drama Box (2005), Ruas. Lisboarium & Tourists (2009)

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.misia-online.com

 

 


Staatskapelle Halle unter der Leitung von Bernd Ruf

mit Filmmusiken von Charlie Chaplin, Bernhard Herrmann, Augustin Lara, Vijay Patil, Niki Reiser, Nino Rota, u.a.*

 

 

Foto: Gert Kiermeyer 

 

Bernd Ruf

 

Bernd Ruf ist Dirigent, Klarinettist und Dozent. Er zählt derzeit zu den kreativsten Musikerpersönlichkeiten im Bereich Classical Crossover. Ruf studierte klassische Musik an den Musikhochschulen Stuttgart und Frankfurt. Während seiner Assistenz bei Dennis Russell Davies leitete er Proben und Konzerte von 1997 - 2001 beim Stuttgarter Kammerorchester und den Salzburger Festspielen. 

 

Als Music Director leitet Bernd Ruf seit 1999 das European Art Orchestra und das German Pops Orchestra. Beide Orchester haben sich vor allem durch ihre hervorragende Studioarbeit einen internationalen Namen gemacht und spielen regelmäßig Klassik-, Crossover-, Film-, und Pop-Produktionen für internationale Recording-Labels ein. (www.germanpops.de)

Als erfahrener Interpret zeitgenössischer Musik dirigiert Bernd Ruf in enger Zusammenarbeit mit Komponisten regelmäßig Uraufführungen. Als Musical-Dirigent leitete er u.a. Vorstellungen von Les Miserables, Miss Saigon, Die Schöne und das Biest, Tanz der Vampire und König der Löwen. Bei der Staatskapelle Halle ist Bernd Ruf regelmäßiger Gastdirigent. Des Weiteren konzipiert und dirigiert er die jährlich stattfindende Open Air Großveranstaltung Bridges to the Classics bei den Händel Festspielen in Halle

Für seine Arbeit erhielt Bernd Ruf verschiedene Auszeichnungen u.a. von der Karajan-Stiftung Berlin und der Kunststiftung Baden-Württemberg. Für sein Dirigat des Albums "Paquito D'Rivera - The Clarinetist" wurde er 2002 für den Grammy nominiert.

2004 wurde Bernd Ruf als Professor auf den Lehrstuhl für Popularmusik, Jazz und Weltmusik an der Musikhochschule Lübeck berufen. Seit 2008 ist er dort stellvertrender Institutsleiter.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.berndruf.de

 


Benjamin Köthe

 

Benjamin Köthe

Foto: Privat


Benjamin Köthe arbeitet als Komponist, Arrangeur und Pianist sowohl für Studio- und Fernsehproduktionen als auch für Konzertprojekte mit unterschiedlichen Orchestern wie z.B. der Staatskapelle Halle, dem GermanPops Orchestra und dem Rundfunkorchester des Bayrischen Rundfunks. Für den Echo-Preisträger Vittorio Grigolo arrangierte er italienische Canzoni für großes Sinfonieorchester. Benjamin Köthe ist Spezialist für sinfonische Rock-Crossoverkompositionen. Im Juli 2009 wurde sein "Mumintroll at Midnight" für Sinfonieorchester und Rockband in Reutlingen uraufgeführt. Seit vielen Jahren ist Benjamin Köthe der Hauptarrangeur für "Bridges to Classics" bei den Händelfestspielen in Halle. Benjamin Köthe leitet seit 2006 als Professor für Popularmusik den Studiengang Pop-/ Worldmusic an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. 

 



Juliana Kohl

 

Juliana Kohl

Foto: Privat

 

Juliana Kohl begann mit sieben Jahren zunächst mit Klavierspiel, bevor sie als 13-Jährige das Saxophon für sich entdeckte. Von 2002 bis 2007 studierte sie an der HfM "Hanns Eisler" in Berlin bei Norbert Nagel und Johannes Ernst "Klassisches Saxophon" und besuchte u.a. Meisterkurse bei Jean-Marie Londeix, Arno Bornkamp und Jean-Yves Formeau. Die junge Saxophonistin widmet sich seitdem in besonderer Weise dem Spiel im Saxophonquartett und ist aushilfsweise in verschiedenen Orchestern wie z.B. dem Deutschen Sinfonieorchester, den Berliner Symphonikern und den Magdeburger Philharmonikern tätig. In wechselnden kammermusikalischen Besetzungen führt Juliana Kohl regelmäßig Werke zeitgenössischer Komponisten auf. Ihr Saxophonspiel ist jedoch auch von einer Leidenschaft für populäre Stile, insbesondere dem Jazz, geprägt. In diversen Bigbandprojekten in Berlin und im norddeutschen Raum hat Juliana Kohl mitgewirkt. Sie war u.a. Mitglied des Landesjugendjazzorchesters Berlin, wo sie mit namhaften Künstlern wie z.B. Nils Landgren zusammen traf. Seit 2007 lebt die freischaffende Saxophonistin in Lübeck, absolvierte dort aufbauend auf ihr Instrumentalstudium den Studiengang "Höheres Lehramt" im Fach Musik und widmet sich sehr intensiv der pädagogischen Arbeit.  

 


* Änderung vorbehalten