Rückblick 2008 (Internetseite der 1. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt 2008)
  
Die Ohren sehen mit – hieß es bei den ersten Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt, die vom 26. bis 28. September 2008 in Halle/Saale stattfanden.
Auf dem dreitägigen Fachkongress ging es darum, die Klangwelten des Films aus allen Perspektiven zu beleuchten und die Facetten des Themas Filmmusik zu verdeutlichen. Experten wie die Regisseurin Hermine Huntgeburt („Das Trio“, „Der Hahn ist tot“), der Komponist Biber Gullatz („Emil und die Detektive“, „Großstadtrevier“), der ZDF-Musikredakteur Hansjörg Kohli und der Acoustik-Designer Dr. Friedrich Blutner erläuterten die Entwicklung der Filmmusik vom Kinopianisten der Stummfilmzeit bis hin zum Sounddesigner der Gegenwart. Über 40 Teilnehmer aus ganz Deutschland erlebten beispielsweise virtuelle Klangwelten des Films und gewannen einen fundierten Einblick in die Musikpsychologie.
  
Vor ausverkauftem Haus genoss das Publikum in der Oper Halle einen klangvollen Abschluss: Die Staatskapelle Halle unter der Leitung von Dirigent Bernd Ruf gab gemeinsam mit dem Solisten und Geiger Claude Chalhoub einen Streifzug durch legendäre Filmmusiken von Bernard Herrmann („Psycho“, „Vertigo“) über Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“) bis hin zu John Williams („Star Wars“). Solist Claude Chalhoub begeisterte nicht nur mit seiner Darbietung des Violinkonzerts D-Dur von Erich Wolfgang Korngold, sondern auch mit einer seiner eigenen Kompositionen.
 
Als Auftakt der jährlichen Veranstaltungsreihe haben die Filmmusiktage 2008 bewiesen, dass die Kombination eines Workshops bzw. einer Fachkonferenz mit einem Galakonzert vom Fachpublikum und von der Öffentlichkeit hervorragend angenommen wird. So resümierte auch Schirmherr Rainer Robra, Staats- und Europaminister des Landes Sachsen-Anhalt beim abschließenden Empfang vor Presse und mehr als 150 geladenen Gästen:
 
„Die 1. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt haben deutlich gezeigt, welches kulturelle und ökonomische Potential die Medien-, Musik- und Filmbranche in Mitteldeutschland zu bieten hat. Der Fachkongress mit seinem öffentlichen Galakonzert war eine Premiere für uns alle, für Mitwirkende, Teilnehmer und das Publikum. Eine äußerst erfolgreiche Premiere will ich meinen. Wir möchten mit den Filmmusiktagen eine Tradition begründen – anknüpfend an die Tradition der Händelstadt Halle, zugunsten dieses wachsenden Medienstandorts und für Ausbildung und Weiterbildung von Fachkräften.“